Dein Buddhaboxen wird angeleitet von deiner Körperintelligenz.

Kleidung Equipment

Für Buddhaboxen nutzen die Buddhies leichte und bequeme Trainingsbekleidung, Turnschuhe und ein Paar Boxhandschuhe (Empfehlung: 12 OZ oder 14 OZ). Alternativ leichte Alltagsbekleidung, die eine gute Bewegungsfreiheit ermöglicht.

Der lachende Atem

Der lachende Atem bewirkt einen angenehmen physischen Tonus, massiert die inneren Organe, „beatmet“ den Körper mit frischem Sauerstoff, aktiviert die Muskulatur sanft und entspannt mental.

Die leichte Aufmerksamkeit auf „den lachenden Atem“ bewirkt so eine mentale Entspannung und ungezwungene Wachheit und unterstützt die Selbstregulation des Körpers.

Sie ähnelt der Achtsamkeit auf den Atem in den buddhistischen Sitzmeditationen. 

Die praktische Umsetzung zur Initiation des lachenden Atems ist sehr einfach:

  • atme „langsam, leise und lustig“ ein
  • dann begleite und vertone das Ausatmen mit einem „Ha-Ha-Ha-Ha“
  • unterstützen kannst du dies mit einer anstrengungslosen Achtsamkeit auf den Atemvorgang durch die Vorstellung: „Einatmen lassen, Ausatmen wollen“, um die Atmung sanft zu vertiefen.

Diese spezielle Form der Atmung der lachende Atem  ist ein effektives Muskeltraining ohne die Muskulatur bewusst und mechanisch anspannen zu müssen, weil der Lachreflex hunderte Muskeln im Körper trainiert. Jeder kennt ihn: den Muskelkater nach intensivem Lachen.

Den Tonus wecken

Der Tonus – also eine angenehme energetische Grundspannung des Körpers – kann durch die sogenannten vier inneren Bewegungen etabliert werden:

  • Das Kinn sanft leicht nach hinten oben ziehen, so dehnt sich die obere Wirbelsäule.
  • Nahtlos anschließend kann das Becken nach vorn kippen und die Bauchdecke sich nach innen ziehen, so dass auch die untere Wirbelsäule angenehm gedehnt wird. 
  • Nun können aus einer Entspannung der Schultern heraus die Arme sich Richtung Boden dehnen und auch die Hände sich an der Handwurzel dehnend strecken.
  • Zum Abschluss sollen sich die Beine sanft dehnend  strecken.

Die „Vier inneren Bewegungen“ haben auch eine heilende Wirkung: sie lösen typische, körperliche Stressmuster. Unter Stress wird oft unbewusst ein Hohlkreuz ausgebildet, die Schultern werden angespannt hoch gezogen. 

In der Lösung dieser körperlichen Fehlhaltungen in den Vier inneren Bewegungen findet eine Entspannung des Körpers und der Psyche statt. Eine organische Wirkung erzielt hier auch die kippende Aufrichtung des Beckens: die Bauchmuskulatur wird aktiviert, wodurch sich die Lendenwirbelsäule stabilisiert.

Diese vier sanften Bewegungen sind eine nahtlose Bewegung und werden auch vor dem Reiterstand „Mountain Body“ ausgeführt.

In dieser Kombination aus minimalen Bewegungen und dem lachenden Ausatmen wird eine energetische Grundspannung des gesamten Körpers schon nach einigen Momenten erzeugt.

Eine Faust formen

Um einen angenehmen Tonus der Faust zu erreichen, kann die Hand vom kleinen Finger aus geschlossen werden, so das etwas Volumen in den Händen bleibt und kein Druck entsteht. 

Die „leere Hand“ des Karate kann hier als Mittelweg verstanden werden: weder drückt man sich durch zu starkes Pressen den Fluss der Lebensenergie ab noch schließt man die Hand zu leicht, wodurch gar keine energetische Spannung entstehen könnte.

Soft Touch

Die Schlagbewegung im Buddhaboxen wird als „Soft Touch“ bezeichnet: der Soft Touch soll mit einem stabilen energetischen Tonus, jedoch nicht mit muskulärer Härte, ausgeführt werden. „Der junge Löwe“ spürt sofort, wenn er den Partner verletzen würde und drosselt seine Aktivität bzw. handelt spontan anders, zum Beispiel indem er durch Schnelligkeit oder Geschicklichkeit (körperliche oder taktische) neue Lösungen der Situation präsentiert. 


Richtig ausgeführt, energetisiert der Soft Touch beide Übungspartner.

Muskuläre Härte ist eine körperliche Blockade, die den Fluss des Qi behindert. Natürlich taucht sie auf  besonders zu Beginn des Übens. Tritt in den Partnerübungen muskuläre Härte auf, so können wir feststellen, ob wir im Übungszustand sind: denn im Übungszustand nehmen wir die Härte sofort heraus und ändern die Frequenz.

Stellung beziehen

In der Grundstellung der Partnerübungen sind die Beine nicht durchgestreckt, sondern in leicht federnder Stellung. Der Schwerpunkt des Körpers befindet sich in der Körpermitte: der Oberkörper ruht auf den Beinen. Die Last des Oberkörpers leitet sich in die Erde ab. 


Der Buddhie steht schulterbreit in Rechts- oder Linksauslage (das bezeichnet, dass jeweils das rechte oder linke Bein sich vorn befindet). Der Stand ist „solide“ schulterbreit, um nicht zu schnell aus dem Gleichgewicht gebracht werden zu können. Die Hacke des vorderen Fußes befindet sich auf Höhe der Zehen des hinteren Fußes (individuell kann auch tiefer gestanden werden).

Wasserschlauch - Schläge 

Die Boxbewegungen werden als Energie-Minimal-Techniken ausgeführt, reduzieren energetischen Verlust und schonen die Gelenke. Es sind natürliche Bewegungen, die weder übertrieben noch gehemmt werden.


Die Boxbewegungen der Arme werden begleitet von der Vorstellung eines Schlauches, der spontan unter Wasserdruck gerät und seine Spannung auf dem direkten Weg erreicht. So kann mit Energie - Qi - und nicht muskulär geschlagen werden. Dieser direkte Weg der Bewegung kann als „natürlich“ bezeichnet werden, weil keine Vorstellung den Körper zu irgendeiner „Technik“ oder starken muskulären Anspannung zwingt.


Der Buddhaboxer schlägt bei den Boxbewegungen nicht ganz aus, sondern nur bis zur gelenk-schonenden, „natürlichen Haltung“. Das entspannte Hängen der Arme am Körper ist das physiologische Bild der natürlichen Haltung.

Ein Wasserrad drehen

Eine Basisübung im Buddhaboxen sind die sogenannten Kreisschläge: in entspannter Haltung der Schultern beginnt man unterhalb des Solarplexus mit einer kreisrunden Schlagbewegung beider Arme. Um hier eine fließende Ganzkörperbewegung und eine angenehme Grundspannung zu erreichen, unterstützen wir die Kreisbewegung unserer Arme mit den energetisierenden Vorstellungen „Ich stehe unter Wasser“ und „Ich drehe mit dieser Bewegung ein Wasserrad“: so werden die Kreisschläge als Basis der Boxbewegungen von der Vorstellung, das Wasserrad einer Mühle zu drehen, rund gemacht und energetisiert.


In der Links- bzw. Rechtsauslage oder auch parallel stehend wird aus der Fußsohle eine leicht pendelnde Bewegung des gesamten Körpers ausgelöst. Die Bewegung geht von der Fußsohle ununterbrochen bis zu den Fäusten, die mit einem leichten Tonus geschlossen werden. Auch die Kreisschläge werden vom lachenden Atem begleitet.


Warum löst sich in dieser Übung der Einfluss des Denkens auf den Körper?

In einzelnen, endenden Bewegungen und immer neuen Bewegungsanfängen zum Beispiel im „Sport“ initiiert und formt das Denken jeden neuen Bewegungsimpuls, insofern entsteht immer eine neue, mechanische Bewegung. 


In der ununterbrochenen, fließenden Bewegung des Buddhaboxens löst sich im lachenden Atem die Notwendigkeit, angestrengt jede Bewegung durch einen Gedankenimpuls neu zu starten.

Im Feld bleiben

Der Mensch ist ein elektromagnetisches Feld. Er „funkt“ auf seiner jeweiligen Frequenz. Um dieses Feld nicht zu schwächen, sind Bewegungen nicht über eine natürliche Haltung des Körpers hinaus auszudehnen. Physiologisch bedeutet das unter anderem, die Gelenke nicht „bis zum Anschlag auszufahren“ und nicht „außer Atem“ zu kommen. 


„Genau soweit kann ich sehen und denken“, sagte der Zenmeister Richard Baker–Roshi während er seinen Arm ausstreckte und damit die Grenzen seines elektromagnetischen Feldes beschrieb.

Der leere Blick

Üblicherweise positionieren sich die Menschen permanent mit den Augen: andauernd wird bewertet, ausgewertet und eingeschätzt. Der leere Blick hingegen entspannt. Hierzu löst sich der Verstand aus dem Blick. Die Regie wird an die Intelligenz des Körpers abgegeben. Während des Buddhaboxens verzichtet man auf Feststellungen aus dem, was man sieht. Alles bleibt fließend. Ein positiver Aspekt des leeren Blickes ist auch, dass das Panorama des visuellen Sicht- und Wahrnehmungsfeldes vergrößert wird im Gegensatz zu einem „fixierten Blick“.