Wuwei bedeutet Handeln aus Nicht-Handeln.
Wir schicken das Grübeln in den Urlaub.
Wir lassen unseren Körper sich aus seiner eigenen Intelligenz bewegen.
Wir lassen die Weisheit unseres Körpers zu.
Wir gelangen mühelos zu mehr Energie und Lebensfreude.
Wenn junge Löwen spielend kämpfen, sind sie frei von Ehrgeiz. Leicht und wendig entfalten sie im Kampfspiel eine Vielzahl bislang unentdeckter Fähigkeiten. Sie leben die Freude an sich selbst, an ihrem eigenen natürlichen Energiefluss.
Und genau das geschieht auch beim Buddhaboxen. Wir nehmen den Übungspartner nicht als Konkurrenten wahr. Das hieße ja, dass wir uns mehr auf ihn als auf uns selbst konzentrieren, weil wir ihn bewerten und reaktiv handeln. Wir würden den Kontakt zum natürlichen Fluss unserer Energie verlieren.
Wir ersinnen auch keine Schlachtpläne. Denn der mentale Fokus würde den Fluss der Bewegung zum Stocken bringen.
Wir machen es wie junge Löwen. Wir lassen uns von der Intelligenz unseres Körpers leiten und von der Freude an Bewegung und Entfaltung. Wir verzichten auf Zielvorstellungen. Wir sind absolut präsent und frei von Vorstellungen.
Junge Löwen lassen handeln. Sie fließen energetisch mit und entwickeln sich zu prächtigen Kämpfern, ohne dass sie jemals ein Wort einer Unterweisung gehört hätten.
Wir sehen den Übungspartner als beflügelnd in der Entwicklung des eigenen Potentials. Erst in dem spielerischen Dialogkampf erkennen wir, wo Blockaden und Widerstände den Energiefluss schwächen. Erst im Spiel mit dem Partner erscheinen neue Lösungen auf allen Ebenen. Die Partner inspirieren einander anstrengungslos.
In den Partnerübungen unterstützt uns die Vorstellung, dass wir als Übende Energiefelder sind. Wir tauschen uns aus, gleichen unsere Frequenzen in den Übungen an und harmonisieren sie. Im Austausch erhöhen wir unsere Energielevel. Eine freundschaftliche Grundstimmung entwickelt sich ganz von selbst.
Buddhaboxen unterstützt die Freude an der fließenden Energie und an der Entfaltung unseres eigenen Potenzials.
Gewöhnlich nehmen wir eine Situation aus unserem Denken wahr. Wir bewerten uns und das Gegenüber von dort. So kleben wir mentale Etiketten auf die Wirklichkeit.
Im Buddhaboxen schalten wir um: in eine energetische Wahrnehmung.
Aus diesem Erspüren finden wir eine gemeinsame Ebene und energetisieren und stärken uns im Dialogkampf – gemeinsam und nicht gegeneinander.
Im Buddhaboxen initiiert ein natürlicher Impuls unsere Bewegungen.
Aus dem Bedürfnis des Körpers, sich zu bewegen und sich wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen, beginnt Buddhaboxen.
Ganz leicht und spontan, ohne dass wir uns und unseren Körper zu etwas zwingen.
Der Körper besitzt eine natürliche Leistungsfähigkeit. Sie ist bei jedem Körper unterschiedlich. Wir können ihr vertrauen und unsere bestmögliche Power entwickeln.
Wir erlauben unserem Körper, aus sich selbst heraus zu arbeiten. So entwickeln wir eine natürliche Stärke und Resilienz.
Buddhaboxen ist Erholung.
Denn wir treiben unseren Körper nicht mehr an. Wir blockieren nicht länger sein natürliches Bewegungsbedürfnis.
Wir zwingen ihn nicht zu Leistungen, die uns als erstrebenswert empfohlen wurden, um einem fremden Ideal nachzueifern.
Unser Körper kennt selbst das Bewegungsbedürfnis, das ihm gut tut.
Lassen wir ihn sich aus sich selbst bewegen.
Mal intensiver, mal softer. Mal fleißig, mal faul.
Wenn wir das spüren, haben wir die Intelligenz unseres Körpers aktiviert.
Wir richten unsere Aufmerksamkeit sanft auf den lachenden Atem.
Wir lassen den Körper sich bewegen und folgen seinen Impulsen.
Wir geben dem Denken Urlaub.
Nun reguliert der Körper sich selbst – mentale und körperliche Schlacken und Blockaden werden abgebaut.
Der Geist des Anfängers im Buddhaboxen hat viele Möglichkeiten, der Geist des Experten nur Wenige.
Der Geist des Anfängers ist offen und empfänglich, der Geist des Experten ist konditioniert und eingeengt.
Wenn uns Bewegungsmuster vorgegeben werden, sind der freie Bewegungsausdruck und die Selbstregulation des Körpers eingeengt.
Deshalb bevorzugen wir den natürlichen Selbstausdruck des Körpers in der Bewegung – nur daraus entstehen eine natürliche Spannkraft und Energetisierung.
In der Achtsamkeit auf den lachenden Atem befreien wir den Körper aus dem gewöhnlichen Stress.
Er darf sich in der Intensität bewegen, die ihn in seinem Gleichgewicht belässt.
So bleibt er in seinem Wohlfühlbereich.
Wir lassen uns vom lachenden Atem in organische Bewegungsmuster führen.
So findet sich die natürliche Leistungsfähigkeit des Körpers – ganz von selbst.
Im Alltag bleiben wir im Gefängnis unserer Gedanken – daraus befreien uns im Buddhaboxen die lachenden Bewegungen. Sie sind ein natürliches Antidepressivum.
Erfrischt und erleichtert kehren wir in den Alltag zurück.
Wir können einen denkenden und einen arbeitenden Verstand unterscheiden.
Der arbeitende Verstand spekuliert nicht, er erledigt all die Dinge, die im Alltag und im Moment für unser Leben und Überleben notwendig sind. Er hilft praktisch und spontan.
Der denkende Verstand spekuliert. Er ist nie in diesem Moment. Er sucht in der Vergangenheit und sorgt sich um die Zukunft. Er erschafft sich selbst Probleme, die er dann zu lösen sich abmüht. Er sorgt für Ängste und Blockaden.
Buddhaboxen löst im lachenden Atem all diese Spekulationen, all das fruchtlose Denken. Buddhaboxen befördert uns sofort ins Hier und Jetzt. Wir fühlen uns erleichtert und gestärkt.
Buddhaboxen ist so auch ein effektives Mentaltraining. Eine spontane Problemlösung ohne Problemlöser – ohne Lösung löst es sich!
Resilienz entsteht aus der Intelligenz des Körpers. Aus sich selbst heraus.
Jedesmal in wacher, physischer Aufmerksamkeit stärkt der Körper seine Widerstandskraft.
Das Denken kann keine Resilienz entwickeln. Jede im Denken vorgestellte Resilienz ist von ebenso starken Zweifeln begleitet.
Anders im Körper. Im Buddhaboxen entsorgen wir in organischen Bewegungen lachend, was uns belastet. Wir entspannen unseren Geist ins Lachen hinein und lassen den Körper uns in Bewegungen führen.
So stärkt der Körper sich selbst. Er befreit sich zu der ihm eingeborenen Resilienz.
Im gewöhnlichen Sport setzen wir uns zuerst im Denken ein Ziel, denken uns sozusagen ein Ergebnis aus, das wir erreichen wollen.
Die sportliche Aktivität wird mental vorkonditioniert.
In der Umsetzung dieser Vorstellung darüber, was wir erreichen wollen, strengen wir uns an und verzerren so die natürliche Selbstregulationsfähigkeit des Körpers.
Dieser Ansatz des Leistungs-Sports kommt aus der Gesellschaft, ganz nach dem Motto: Leistung lohnt sich und bekommt Anerkennung.
Also bei Erfolg eine Streicheleinheit für das Ego und im Profisport finanzieller Gewinn.
Ist das gesund? Will das der Körper? Braucht das der Körper, um reibungslos zu funktionieren?
Im Buddhaboxen erreichen wir für unseren Körper das Optimum, indem wir ihm erlauben, sich nach seinem Bedürfnis auszuagieren, sich zu bewegen und Leistung zu erbringen.
Der Körper ist im Buddhaboxen unser Freund.
Im Buddhaboxen begegnen wir uns nonverbal, jenseits der Worte.
Gemeinsam bewegen wir uns. Freundschaftlich. Spielerisch.
Wir geben unserem Ego Urlaub.
Im Dialog unserer Körper klärt alles sich spielerisch.
Während wir uns befreiend stärken, tauchen mühelos neue Ideen auf.
Wir lernen intuitiv, uns miteinander im kämpferischen Spiel zu bewegen.
Wie junge Löwen.
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